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:: Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ::
Im Süden, wo Brandenburgs älteste Landschaft zu finden ist, erstreckt sich der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft über ein Gebiet von etwa 484 km². Geformt von der vor ca. 180.000 Jahren zu Ende gegangenen Saaleeiszeit, sind neben Grundmoränen und Endmoränenzügen auch Urstromtal und Sanderflächen heute noch landschaftsprägend. Die von der Eiszeit hinterlassenen natürlichen Seen sind inzwischen längst verlandet, so dass die heute vorhandenen Wasserflächen alle durch Menschenhand entstanden sind. Im Süden des Naturparks durchfließt die Schwarze Elster das Niederlausitzer Urstromtal. Auf sandigen Hochflächen erstrecken sich im Norden große zusammenhängende Waldgebiete.
Unter den eiszeitlichen Ablagerungen finden sich mächtige Braunkohlenschichten, die teilweise bis an die Oberfläche reichten. Durch das „Schürfen nach dem Schwarzen Gold“ wurden in den letzten hundert Jahren Kulturlandschaften von teilweise bizarrem Aussehen geschaffen. An vielen Orten entstanden wertvolle Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten. In den Bereichen, wo Tagebaurestgewässer saniert wurden, findet der Besucher heute reizvolle Naherholungsgebiete, aber auch Naturparadiese aus zweiter Hand.
:: Naturparkhaus ::
Besucherinformationszentrum
Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
Einst war es ein Wohnhaus, ab dem 19. Jahrhundert dann königliche Oberförsterei. Heute ist das Haus für alle offen und repräsentiert auf etwa 80 m2 die Schönheiten und Besonderheiten der Landschaft des Naturparks. Beim Sehen, Hören und Fühlen geht es in die virtuelle Welt von Heide, Streuobst oder Bergbaufolgelandschaft. Hier kann man ganz ungefährlich zum Gipfelstürmer werden, denn das Modell des Rothsteiner Felsens ist auch zum Besteigen gedacht. Ein Memory mit acht verschiedenen Apfelsorten lädt nicht nur zum Spielen ein, sondern gibt schon mal einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Sorten. Zum Verschnaufen kann man dann z.B. Platz auf den Plauderbänken nehmen und sich interessante Geschichten aus dem Norden oder dem Süden des Naturparks in den entsprechenden Dialekten erzählen lassen. So verläuft auch heute noch eine Sprachgrenze mitten durch den Naturpark. In dieser Mitte, einem großen Waldkomplex, dem heutigen Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“ war einst das Auerhuhn (Logo des Naturparks) heimisch. Einen Eindruck von diesem imposanten Großvogel erhält man anhand der Präparate von Hahn, Henne und Küken. Dazu gibt es die Balzrufe des Hahns und interessante Informationen zu dieser, vom Aussterben bedrohten Tierart.
Anschrift:
Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft
Markt 20
04924 Bad Liebenwerda
Tel: 035341 / 615 – 0
Fax: 035341 / 615 – 14
e-mail: np-niederlausitzer-heidelandschaft@lua.brandenburg.de
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9 bis 16 Uhr
Sonntag: 13 bis 17 Uhr
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